Stadtentwicklung: Wege für einen urbanen Nutzungsmix aufzeigen

25.01.18 | Ratsfraktion, Stadtentwicklung, Kunst & Kultur

Köln braucht die kreative Mischung!

Mit dem von den GRÜNEN initiierten Ratsantrag „Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in der Stadtplanung“ sollen Wege und Planungsinstrumente gefunden werden, um der schleichenden Verdrängung der Kreativszenen in den Stadtvierteln entgegenzuwirken und in sich neu entwickelnden Stadtquartieren kreative Räume zu schaffen.

Köln wächst und der Nutzungs- und Verwertungsdruck auf einer begrenzt verfügbaren Fläche nimmt zu. Vor allem in den Innenstadt nahen und urban geprägten Stadtteilen und Flächen steigt dieser Druck stetig. Insbesondere den ‚lauten‘ Kulturräumen mit Live-Musik Angeboten und Proberäumen droht eine schleichende Verdrängung, weil sie wegen Lärmschutz mit einer klassischen Wohnbebauung nur schwer mischbar sind. Diese Verdrängungen betreffen aber auch die übrigen Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft.“

Kirsten Jahn, Fraktionsvorsitzende und Sprecherin im Stadtentwicklungsausschuss zur Antragsinitiative: „Köln hat und braucht kulturelle Freiräume, eine lebendige Kulturszene, in der die Vielfalt der Stadt mit all ihren Tönen, Bildern und Geschichten Ausdruck findet. Köln braucht weiterhin eine aktive Clubszene und kulturelle Räume, in denen die Club- und Musikkultur ermöglicht werden und in denen Kultur sichtbar und hörbar wird. Wir möchte die kreative Mischung in den Quartieren behalten und ausbauen. Dies heißt, dass bei der Planung neuer Stadtquartiere z.B. Standorte für Musik-und Clubkultur und andere kulturelle Orte und Kreativräume bereits mitgedacht werden müssen, um Nutzungskonflikte frühzeitig abzuwägen.“

Durch den Ratsbeschluss soll eine Untersuchung in Auftrag gegeben werden, um die Sicherung und Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung voranzutreiben. Dabei soll zunächst beispielhaft die Musikclubszene behandelt werden, zumal der Musikszene in Köln seit langem auch international eine große Bedeutung zugemessen wird. Mit rund 8000 kulturrelevanten Live-Musikveranstaltungen und knapp 4 Mio. Besuchenden ist sie zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Lösungsansätze und Instrumente, die entwickelt werden, bieten auch die Chance, auf die weiteren Cluster der Kultur- und Kreativwirtschaft übertragen zu werden.

Köln, 25. Januar 2018

verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer